Punktspielergebnisse 1.Mannschaft
Spielvereinigung Ebersbach vs. Bannewitz I : 4.5 : 3.5
Unter denkbar schlechten Voraussetzungen wurden um 10 Uhr die Zeitmesser in Ebersbach in Gang gesetzt. Konnte der jobbedingte Ausfall Marcos noch rechtzeitig mit der Rekrutierung von Klaus abgefangen werden, war die kurzfristige krankheitsbedingte Absage Ray?s nicht mehr zu kompensieren und so spielten wir Bannewitzer Gäste in diesem wichtigen Match leider mit nur sieben Unerschrockenen gegen die volle Kapelle der Hausherren.
Als sich der Rauch nach den ersten Schlagabtauschen etwas verzogen hatte, sah die Welt noch ganz in Ordnung aus. Die Stellung von Klaus wies zwar bereits verdächtige schwarzfeldrige Schwächen auf, alle anderen Bannewitzer standen jedoch recht bequem. Das Unterfangen, den 0:1 Rückstand zu egalisieren, schien also durchaus im Rahmen des Möglichen.
In der dritten Stunde mußte dann Klaus seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Zwar waren durch den Damentausch zwischenzeitlich die gröbsten Gefahren gebannt, doch ein nicht nur schlechter, sondern sehr schlechter Läufer in Verbindung mit anhaltender weißer Initiative hielt die Stellung einfach nicht mehr aus.
Rainer hatte bei ausgeglichener Figurenkonstellation etwas mehr Raum und lehnte (erwartungsgemäß) das erste Remisangebot seines Gegenüber ab.
Ich hatte an Brett zwei bei gesunder Stellung zumindest schon mal das Läuferpaar gesichert. Im Bestreben, ausgetretene Theoriepfade zu vermeiden, waren es für Weiß wohl doch einige Damenzüge zu viel. So war für ihn kein Vorteil zu erzielen.
Auch Alex durfte beide Läufer sein Eigen nennen. Gegenspiel suchte Schwarz hier in aktivem Spiel gegen die weißen Bauernschwächen. Trotzdem lehnte Alex die Remisofferte seines Widerpart ab.
Eric war mit seiner Mittelspielbehandlung im Nachhinein sehr unzufrieden. Sein Gegner platzierte die Figuren so aktiv wie möglich, so daß Eric stets auf der Hut vor taktischen Einschlägen sein mußte.
Am Fünften passierten dagegen bereits konkrete Dinge. Bei entgegengesetzten Rochaden war Thomas mit den weißen Steinen spielend viel viel schneller mit seinen Bauern gegen die schwarze Königsbastion vorgedrungen. Gegenspiel war zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen und der Sieg schien unmittelbar bevorzustehen.
Peter an Brett Sieben sicherte sich ebenfalls das Läuferpaar. Mit der entstandenen Struktur war auch in dieser Partie Optimismus angesagt, denn die Stellung spielte sich für unseren Mann ein ganzes Stück einfacher.
Dann gab es die nächsten, für unser Mannschaftsergebnis leider nicht förderlichen Spielausgänge. Peter begnügte sich mit dem halben Punkt, da war heute sicher mehr drin! Alex mußte sich in ein Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl fügen. Auch hier ?nur? das Remis. Damit Zwischenstand 1:3 gegen uns.
Den Anschlußtreffer hatte Thomas auf dem Fuß (natürlich auf dem Brett). Sein vehementer Königsangriff war mit der Bauernumwandlung in eine zweiten Dame zu krönen ? leider nicht gesehen. Die stattdessen gewählte Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel war ja immer noch ausreichend. Durch weitere Fehlgriffe nutzte er auch die folgenden Gewinnchancen nicht. Am Ende auch hier die Punkteteilung. Laut eigener Aussage von Thomas in Summe betrachtet seine schlechteste Saisonleistung.
Mit Rainers Unentschieden am Ersten dann das 2:4. Mehrere Remisangebote von beiden Seiten wurden jeweils abgelehnt. Also über mangelnden Kampfgeist kann man hier nicht sprechen. Schlußendlich eine taktische Abwicklung zum unausweichlichen Remis.
Eric verlor kurz vor der Zeitkontrolle einen Bauern, im weiteren Turmendspiel einen Zweiten und konnte nur mit beachtlicher Zähigkeit die große Remisbreite solcher Endspiele unter Beweis stellen und den halben Punkt erkämpfen. Erwähnenswert auch die Tatsache, daß sein Gegenüber kurz vor Ultimo bei Unaufmerksamkeit trotz der zwei Mehrbauern selbst noch in eine Mattfalle tappen konnte. Aber das wäre auch des Guten zu viel gewesen.
Punkt 16 Uhr dann die Kapitulation meines Gegners (Spielbeginn war ja erst ca. 10 Uhr). Auch hier stand ein Turmendspiel zur Debatte. Der Gewinn eines und dann eines zweiten Bauern in Verbindung mit dem Vorpreschen eines Freibauern bis auf die zweite Reihe führte dann zur technischen Gewinnstellung. Schade, für einen Mannschaftspunkt hat es nicht mehr gereicht.
Fazit dieses Spieltages: das Feld ist näher zusammengerückt und bei noch drei ausstehenden Runden scheint alles möglich!
Peter Simon, 17.01.2012
Bannewitz I - SV Dresden Leuben : 4.5 : 3.5
Nachdem die Bannewitzer Crew als Aufsteiger bereits fünf Runden lang in den unbekannten Gewässern der Sachsenliga kreuzt, kann im Ergebnis des doch eher unerwarteten Erfolges gegen die routinierten Haudegen aus Leuben konstatiert werden: Unser Schiff nimmt weiterhin zielstrebig Kurs auf das Ziel Klassenerhalt! Mit jetzt 5:5 Mannschaftspunkten ankern wir auf Rang 6 der aktuellen Tabelle und zur Zeit sieht es nicht nach einer bedrohlichen Schieflage a'la Titanic aus.
Das Entern der Leubener Armada begann mit Peters Punkteteilung an Brett 7 nach gut einer Stunde. Wie es sich für einen Kapitän gehört, ging er beim Punktesammeln mit gutem Beispiel voran und erwies sich wie immer als sichere Bank. Obwohl zwischenzeitlich sicher sogar eine Nuance besser stehend, war das Ergebnis völlig in Ordnung.
Kurze Zeit später remisierte auch Thomas. Eine wenig ehrgeizige weiße Eröffnungsbehandlung bescherte ihm als Nachziehenden eine stabile Stellung. Nach einem Fehler des Leubener Spielers neigte sich die Waage in Richtung Vorteil Schwarz. Bei einer Bewertung von -1,27 wurde der Punkt geteilt, aber Computeranalyse und Gefühl am Brett sind eben doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Den nächsten halben Punkt erkämpfte Eric nach etwa dreistündiger Spielzeit. Eine sichere und korrekte Spielweise beider Kontrahenten ließ jeweils nicht viel zu und so kam es zu diesem logischen Ergebnis.
Den Zwischenstand von 2:2 erzielte Alex mit seinem Remis an Drei. Das interessante Mittelspiel mündete in ein Turmendspiel ohne reelle Gewinnchancen für eine der beiden Parteien. Die Kiebitze sahen zuvor einen möglichen Bauerngewinn für Schwarz, aber die Beteiligten selbst haben da sicher tiefer und präziser gerechnet.
Das Kapern der gegnerischen Kogge wurde jetzt mit dem Sieg unseres Edeljokers Klaus (Freibeuter Störtebeker) eingeleitet. Nachdem sich die Dame seines Gegenüber des letzten Fluchtweges beraubt sah und somit im weißen Verlies verschwand, war die Gegenwehr schnell gebrochen und die Bannewitzer Führung perfekt.
Das 4:2 erspielte Rainer am Ersten. Die anhaltende Aktivität der beiden gegnerischen Springer schätzte er als nicht übermäßig bedrohlich ein und verfolgte cool seine eigenen Pläne. Als er auch nach Preisgabe einer gegnerischen Leichtfigur alle Bemühungen seines Widerparts neutralisieren konnte, war die Partie entschieden.
Mein Unentschieden besiegelte dann die Niederlage der Leubener Acht. Mit einer unnötig aggressiven Fortsetzung warf ich meine positionell bequeme Stellung über Bord und Schwarz bekam die Oberhand. Nachdem sich auch der Nachziehende viel Zeit für die Variantenberechnung genommen hatte, fanden sich beide Kontrahenten in einem Zeitfenster von etwa vier Minuten für die letzten zehn Züge wieder. Hier dann das Remisangebot des Leubeners, was bei diesem Spielstand einer Übergabe der weißen Parlamentärsflagge gleichkam und natürlich meinerseits nicht abgelehnt werden konnte.
Daß Marco dann nach gutem Spiel und zeitweise deutlichem Vorteil dennoch die Segel streichen mußte, war für ihn natürlich unbefriedigend, hatte jedoch glücklicherweise auf den Mannschaftserfolg keine Auswirkung mehr.
Alle Beteiligten haben sich jetzt einige ruhige Feiertage über Weihnachten und Neujahr verdient, um sich dann 2012 den schachlichen Aufgaben wieder mit ungebrochenem Elan zu widmen.
Peter Simon, 17.12.2011
USV TU Dresden II - Bannewitz I : 6 : 2
Verdient, wenn auch sicher etwas zu deutlich, gewann die Reserve des aktuellen Erstligisten USV TU Dresden die Begegnung der vierten Runde. Der Spielverlauf war durchaus spannender, als es das nackte Ergebnis vermuten läßt.
An diesem Spieltag mußte Eric's Ausfall kompensiert werden. Das gelang Klaus spieltechnisch in bewährter Manier, obwohl das Ergebnis schlußendlich nicht mit seiner Leistung harmonierte.
Bereits nach einer halben Stunde stand es nach zwei taktischen Remisen an Brett 3 (Alex) und Brett 5 (Marco) 1:1. Zwar waren das zwei Bannewitzer Weißpartien, aber dennoch konnte man mit diesem Auftakt ganz zufrieden sein.
Etwa zur Mittagszeit (obwohl es den Luxus geregelter Mahlzeiten während eines mehrstündigen Wettkampfes bekanntlich gar nicht gibt) standen die nächsten beiden halben Punkte zu Buche. Ray erkämpfte diesen halben Zähler als Nachziehender. Bei ausgeglichener Materialverteilung und ebenso verteilten Chancen ein nachvollziehbarer Remisschluß. Thomas an Brett 4 hatte seine Partie schon etwas schärfer angelegt. Nach Bauernopfer für Aktivität (natürlich alles theoretisch fundiert) gab Weiß im weiteren Spielverlauf das Bäuerlein zurück, konsolidierte damit seine Stellung und der Friedensschluß war perfekt. Damit 2:2 - na ja, das sah doch gar nicht so schlecht aus!
Dann erwischte es Peter am Siebenten. Gevatter Zeitnot gesellte sich an seine Seite und so schlug das Pendel immer weiter in Richtung Vorteil für den Gegners aus. Jetzt also doch die Führung für die Gastgeber.
Die verbleibenden drei Begegnungen gingen dann nahezu über die volle Distanz. Am Spitzenbrett schenkten sich die beiden Fidemeister nichts. Nach äußerst spannendem und abwechslungsreichem Partieverlauf fand sich Rainer in einem Endspiel mit Minusqualität wieder und mußte nach großer Gegenwehr die Segel streichen. Das gleiche Schicksal ereilte mich nach knapp sechs Stunden Spielzeit. Mit noch einer Minute Restbedenkzeit war bei einer Dame/Turm/Bauern-Konstellation mit einem Minusbauern keine durchdachte und organisierte Verteidigung mehr auf?s Brett zu bringen. Leider konnte auch Klaus sein stundenlang remisliches Endspiel (aber eben nicht tot Remis) nicht halten und ließ sich von seinem Gegenüber "aussitzen".
Eine Niederlage, die uns gewiß nicht umwirft. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Und alle freuen sich auf das Duell der folgenden Runde gegen Leuben.
Peter Simon, 25.11.2011
Motor Hainichen I - Bannewitz I : 4 : 4
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge quittierten die Bannewitzer Schachkämpen den erzielten Mannschaftspunkt im Auswärtsspiel bei den Gellertstädtern aus Hainichen.
War ein Unentschieden im Vorfeld der Begegnung durchaus eine erstrebenswerte Zielvorgabe, muß der vergebenen Chance auf einen knappen 4,5:3,5 Erfolg nach dem Match wohl eher nachgetrauert werden.
Die erste Zwischenbilanz ließ sich nach etwa zwei Stunden Spielzeit ziehen. Nahezu zeitgleich remisierten Alex und ich an Drei bzw. Zwei. Mit beiden Spielausgängen durften wir durchaus zufrieden sein. Alex schaffte den halben Punkt gegen den wertzahlstärksten Spieler der Gastgeber und auch mein Remis mit Schwarz war auf jeden Fall o.k.
Rainer sprühte schon seit der Eröffnungsphase vor Ideen und sicherte sich mit Läuferpaar plus Mehrbauern bereits in diesem frühen Stadium eine klare Gewinnstellung. Die weiteren fünf Begegnungen ließen noch keine deutlichen Tendenzen in die eine oder die andere Richtung erkennen.
Eine knappe Stunde später war dann nennenswert Bewegung in die Partienlandschaft gekommen. Peter an Brett 8 hatte seine etwas defensive Stellung ordentlich zusammengehalten und durfte zum Lohn den halben Zähler auf der Habenseite notieren. Marco büßte im Mittelspiel einen Bauern ein, doch eine Kompensation dafür war auf den ersten Blick nicht recht zu erkennen. Eric dagegen begann als Nachziehender bei materiellem Gleichgewicht bereits einige Aktivität zu entfalten. Der Hammer war jedoch, daß Rainer einen simplen Doppelangriff des gegnerischen Turmes gegen seine zwei Läufer übersah und sich mit einem Äquivalent von drei Bauern für eine Leichtfigur begnügen mußte.
In der vierten Spielstunde stellte sich die Situation dann wie folgt dar: In der Begegnung mit den dramatischsten Stellungsschwankungen am Spitzenbrett pegelten sich die Ereignisse auf ein Endspiel mit ungleichfarbenen Läufern, jedoch mit zwei Mehrbauern für Rainer ein. Daß damit der volle Punkt bei Weitem noch nicht eingefahren ist, weiß jeder, der sich einmal mit solchen Endspielen herumplagen mußte. Marco quälte sich nach wie vor mit einem Minusbauern herum und auch Ray stand stellungsmäßig mit dem Rücken zur Wand. Hingegen gelangte Thomas nach einer fehlerhaften Abtauschaktion auf d5 seines Gegenüber unaufhaltsam auf die Siegerstraße. Nun fielen die nächsten Entscheidungen. Marco mußte sich mit nunmehr aussichtslosem Materialverhältnis geschlagen geben. Eric drückte mit Läuferpaar in Verbindung mit beiden Türmen auf der d-Linie, gewann eine Qualität und sicher die Partie (damit der erste verwandelte Elfmeter für das neue Team). :-) Und Rainer mußte der unvermeidlichen Punkteteilung zustimmen. Der halbe Punkt mehr wäre natürlich Gold wert gewesen. Zwischenstand jetzt 3,0:3,0.
Ray konnte die zwei verbundenen Freibauern seines Widerpart nicht mehr aufhalten, so daß bei einem Punkt Rückstand nun Thomas mit einem Sieg wenigstens noch das Unentschieden für die Mannschaft retten mußte. Obwohl er zwischenzeitlich einige klare Gewinnmöglichkeiten ausließ, brachte Thomas den Sieg schließlich ungefährdet unter Dach und Fach.
Wenn ein gut spielendes Fußballteam selbst seine Torchancen nicht nutzt, durch einen Konter in Rückstand gerät und kurz vor Ultimo wenigstens noch den Ausgleich markiert, spricht die Fachwelt zumindest von einem Teilerfolg. Genauso sollten auch wir dieses Resultat einordnen.
Peter Simon, 10.10.2011
Bannewitz I - Großröhrsdorf : 5 : 3
Im vorgezogenen Match der dritten Runde traf das Bannewitzer Team auf einen vermeintlich direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Bereits vor dem Ingangsetzen der Uhren waren zum ersten Sachsenliga-Heimspiel zwei positive Dinge zu vermelden: Erstens konnte die Heimmannschaft in kompletter Stammbesetzung antreten und Zweitens hatten wir mit der erstmaligen Nutzung des Bürgerhauses als Spiellokal eine niveauvolle und der höheren Spielklasse angemessene Lokalität bezogen.
Den Auftakt nach Maß verschaffte uns Ray an Brett 7 bereits nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit. Als Nachziehender baute er bei entgegengesetzten Rochaden etwas mehr Druck auf. Die höhere Aktivität wurde mit einem Qualitätsgewinn belohnt und zwang den Gegner nur drei Züge später zur Aufgabe. Den nächsten vollen Zähler erspielte Rainer am Spitzenbrett. Eine weiße Ungenauigkeit in der Eröffnungsphase nutzte er umgehend aus, ließ seinen Gegenüber nicht zu Atem kommen und konnte schließlich eine Mehrfigur sein Eigen nennen.
Den dritten Volltreffer markierte Marco am Sechsten. Mit den weißen Steinen spielend war er es, der im gesamten Spielverlauf den Ton angab. Das brachte schließlich einen Bauerngewinn und bei nach wie vor aktiver Spielweise den raschen Sieg in wenigen Zügen.
Damit hieß es 3:0 für Bannewitz und die noch laufenden fünf Partien boten allesamt gute bis sehr gute Perspektiven für unsere Kämpfer. Doch anstatt stellungsgemäß etwa in ein 6,5:1,5 oder ähnlich zu münden, hatte Caissa plötzlich die Großröhrsdorfer Brille aufgesetzt und es kam noch einmal Spannung auf. Als Erster mußte Thomas, mit Schwarz an Brett 5 spielend, die Waffen strecken. In einer äußerst interessanten Partie verblieben zunächst beide Könige unrochiert in der Mitte. Die weiße Stellung machte teilweise einen recht gelähmten Eindruck und Thomas erspielte sich klaren Vorteil von etwa +4,5. Doch dann schien er bei beginnender Zeitnot den Faden komplett verloren zu haben. Anstelle einfache Gewinnzüge auszuführen, spielte er dem Gegner Zug für Zug in die Karten und konnte schlußendlich seinen König nicht mehr ausreichend verteidigen. Ähnlich arg traf es Eric am Vierten. Nachdem er es versäumte, rechtzeitig den Sprengungszug f3 anzubringen, hatte er lediglich die etwas bessere Stellung. Im Besitz des Läuferpaares und mit lobenswerten Siegambitionen lehnte er ein Remisangebot seines Gegenüber ab, um sage und schreibe nur einen Zug später einen taktischen Schlag zu übersehen und umgehend aufgeben zu müssen. Zwischenstand wie aus heiterem Himmel nur noch 3:2! Mit einem Remis an Brett 8 brachte uns Peter dem Mannschaftssieg wieder ein Stück näher. In einer ruhigen und ausgeglichenen Partie war es für beide Seiten wohl die gerechte Punkteteilung.
Den Erfolg für unsere Acht konnte ich an diesem Tag unter Dach und Fach bringen. Im frühen Mittelspiel gelang die Bildung eines Freibauern auf d5. Den später folgenden Vorstoß dieses Bauern nach d6 konnte Schwarz nur unter Preisgabe des b-Bauern parieren, so daß die verbundenen c+d Bauern klaren Vorteil ergaben. Es galt noch, einige taktische Drohungen gegen die eigene Königsstellung zu neutralisieren und in schlechterer Stellung fiel beim Nachziehenden im 38. Zug das Plättchen. Abgerundet wurde der Bannewitzer Triumpf mit dem Remis von Alex an Brett 3. Bereits mit beendeter Eröffnungsphase hatte er die bequemere und ambitioniertere Partie. Sein Gegner konnte die Stellung jedoch zusammenhalten und so gab es zum Schluß kaum realistische Gewinnchancen.
Weiter geht's bereits in zwei Wochen mit einer schwierigen Aufgabe gegen das sachsenligaerprobte Team aus Hainichen. Aber wir haben natürlich nichts zu verlieren und werden auch in diesem Match um unsere Chance kämpfen.
Peter Simon, 30.09.2011
Aue II - Bannewitz I : 6 : 2
Im verregneten Aue ging unsere 1. Saison mit Bannewitz in der Sachsenliga los. Unsere Gastgeber waren gleich sehr freudlich und gaben uns einen Vorsprung ? ich gewinne kampflos. Für mich eine gute Gelegenheit unser schachliches Handwerk etwas genauer zu beobachten.
Nicht so gut kam Ray Schiefner aus der Eröffnung, was in dieser Liga nichts gutes bedeutet. Um Materialverlust zu vermeiden musste Ray einige, nicht die Entwicklung fördernde Züge machen, die eine mangelnde Koordination der Figuren zur Folge hatte. Der Gegner nutzte dies sehr konsequent und konnte auf taktischem Wege entscheidenden Materialvorteil sichern - 1:1.
Unsere Hoffnungen stiegen wieder ein wenig, als Klaus Pohl am 8. Brett ein nicht korrektes Opfer des Gegners mutig annahm. Er hatte eine Figur gegen 2 Bauern. Die Stellung war nicht ganz so leicht zu spielen. In Summe haben wir uns für den kampflosen Punkt von mir mit einem Remis revangiert. Peter stand stabil, jedoch mit einem eingeschlossenen Läufer. Der Gegner wollte es wissen und startete Aktivitäten, die es auf den König abgesehen hatten. Ein kräftiger taktischer Schlag entschied - leider gegen uns. Thomas Porschberg hatte eine ordentliche Eröffnung ausgepackt. Gegen seinen wertungszahlstärkeren Gegner hielt Thomas die Stellung immer schön in einem dynamischen Gleichgewicht und wurde am Schluss mit einem sicheren Remis belohnt - Glückwunsch. Zum ersten Mal aktiv war Eric Simon - an dieser Stelle nochmals herzlich Willkommen. Gleich gegen Aue und im speziellen gegen ein beachtliches Nachwuchstalent - Christoph Peil - durfte Eric ans Brett. Eric forcierte ein materiell ungleiches Endspiel (Turm + Bauer gegen 2 Läufer), jedoch wusste der ?kleine? Herr Peil seine Figuren wirklich sehr gut einzusetzen und liess Eric keine Chance. Dieser Punkt ging ebenfalls an Aue. Zwischenstand 4:2 für Aue. Es spielten noch Peter Simon und Alexander Rosenfeld.
Peter hatte mit Cliff Wichmann an Brett 2 eine ganz schön schwierige Aufgabe. Peter stand durchweg etwas passiv, aber dem Grunde nach stabil. Im späten Mittelspiel ging am Damenflügel ein Bauer verloren, dieser zusammen mit einer leicht geschwächten Königsstellung bedeutete nichts gutes. Peter versuchte irgendwie Gegenspiel zu erhalten, doch Cliff liess nichts zu. Im Gegenteil, durch eine abschliessend entscheidende taktische Wendung bricht die Stellung zusammen. Schade. Unsere letzte Hoffnung war Alexander. In einer sehr komplexen Parie, in der Alexander seinen um 300 Wertungspunkte stärkeren Gegner am Damenflügel sicher im Griff hatte, versuchte dieser am Königsflügel etwas herzuzaubern. Alexander zauberte mit. Der Gegner gab eine Figur für ein sehr starkes Freibauernduo. Diese kamen beängstigend weit voran. In Summe war die Stellung alles andere als klar - dass bessere Ende fand jedoch sein Gegner, er fand einen Weg, wie er einen der Bauern durchbringen konnte. Toll gekämpft Alexander.
Für die Mannschaft müssen wir uns nach Peter Jeutes Aussage jedoch keine Sorgen machen, den ersten Kampf verlieren wir immer ( letzte Saison sogar noch aufgestiegen). Dieses Jahr reicht uns sicher der Klassenerhalt, was in den nächsten beiden Kämpfen auf den Weg gebracht wird!
Rainer Rösemann, 19.09.2011











