Punktspielergebnisse 2.Mannschaft

Aktuelle Tabelle

SV Bannewitz 3 - SV Lok Dresden 3 3 : 5

Die Zweite mußte am 6. Spieltag gegen die Mannschaft von Lok ran, die den Bannewitzern nach Lebensjahren überlegen waren. Und auch noch in anderer Hinsicht, wie sich zeigen sollte. Bannewitz spielte fast in Stammbesetzung, nur Thomas Hartmann rückte für Klaus Pohl nach, der in der ersten Mannschaft aushalf. Der Bannewitzer Auftritt läßt sich klar in drei Kategorien unterteilen:

I Vorn: In der Kürze fehlt die Würze

1. Brett: Jürgen Bußler Die Eröffnung war eben beendet, noch fast ale Steine auf dem Brett. Die beiden Armeen stehen sich gegenüber - jeden Moment kann der Kampf voll entbrennen. Das sind natürlich ideale Voraussetzungen für einen Remisschluß. So sahen das auch die Kontrahenten, nach einer Stunde war alles vorbei.

Ergebnis: =

2. Brett: Jens Achtmann Jens nahm zwar aus der Eröffnung eine leichte Initiative am Königsflügel und das insgesamt bequemere Spiel mit, erreichte aber nichts Konkretes. Als sein Gegner nach 20 Zügen ein Remisangebot machte, nahm er in leicht vorteilhafter Stellung an. Die Aussicht, die Stellung ewig zu kneten und dann vielleicht doch nichts zu erreichen, war nicht besonders reizvoll.

Ergebnis: =

II Mitte: Geschlossene Mannschaftsleistung

3. Brett: Jacob Seifert Ein schneidiger Angriff und zwei Bauern für einen Springer - das ist kein schlechtes Geschäft. Doch leider schlug der Angriff nicht durch, und der materielle Nachteil vergrößerte sich auf einen Turm. Als Jakobs Gegner die Stellung nach langem Ringen und vielen Vereinfachungen öffnen konnte, war es vorbei.

Ergebnis: 0

4. Brett: Klaus Seifert Hier gab es einen offenen Schlagabtausch, aus dem Klaus mit einem Minusbauern und geschwächter Königsstellung herauskam. Das Endspiel war für ihn schwierig, aber wohl noch haltbar. Dann die Dame-Läufer-Batterie, die sein Gegner auf der großen Diagonale gegen seinen König in Stellung brachte... autsch.

Ergebnis: 0

5. Brett: Olaf Sammler Olafs Figuren litten seit der Eröffnung unter akuter Platzangst, der Druck seines Gegners am Königsflügel war erdrückend, dessen Raumvorteil wuchs und wuchs, schließlich ging eine Qualität verloren. Dann gab es wohl überraschend die Möglichkeit, per Springergabel auszugleichen, aber mit schon dünner Bedenkzeit ging Olaf daran vorbei. Seine Königsstellung kam letztlich unter die Presse.

Ergebnis: 0

6. Brett: Walter Köhn Walters König mußte wohl Knoblauch gegessen haben, seine Figuren hielten jedenfalls auffallenden Abstand. Was man von denen seines Gegners leider nicht behaupten konnte. Eine Chance zum Mattsetzen hat sein Gegner zwar ausgelassen, aber seine Abwicklung war gut genug: Zwei Mehrbauern und erdrückenden positionellen Vorteil. Da war nichts mehr zu machen.

Ergebnis: 0

III Hinten: Das Beste zum Schluß

7. Brett: Christoph Reuter Die beiden am längsten dauernden Partien haben den Tag für Bannewitz noch halbwegs versöhnlich gestaltet. Christoph nahm sich konsequent den König des Gegners vor, ohne allzu oft seine Bauern zu zählen. Mit einer Mischung aus Mattangriff, Doppelangriff und Fesselungsmotiven gewann er eine Qualität und behielt die Initiative in der Hand. Ohne sich von den Fummelversuchen seines Gegners beeindrucken zu lassen zog er souverän durch. Auf das trostlose Endspiel mit Minusfigur, in das Christoph abwickelte, hatte sein Gegner verständlicherweise keine Lust.

Ergebnis: 1

8. Brett: Thomas Hartmann Im an sich ausgeglichenen Mittelspiel konnte Thomas einen Bauern stibitzen. Der war aber blockiert, außerdem standen seine Figuren nicht gut. Einige Figuren wurden getauscht, ohne daß es voran ging. Thomas' Lösung war kreativ - König voran! So konnte er die Stellung seines Gegners niederkneten, dessen Damenflügel komplett zurückbauen und zum Ende sogar noch (fast) mattsetzen.

Ergebnis: 1

der Schwarze Kardinal, 16.01.2011

Striesen 3 - Bannewitz 2: 4:4 Da war mehr möglich

Unser Gegner führt die 1.Bezirksklasse Staffel A an.Im vergangenen Jahr landete diese Mannschaft mit fast den gleichen Spielern noch auf einem hinteren Tabellenplatz.Die Ausgeglichenheit in der Spielstärke der Mannschaften läßt solche Sprünge zu.

Christoph Reuter am 6.Brett war der Erste ,der einen halben Punkt zum Mannschaftsergebnis beisteuerte.Olaf Sammler stand schon in der Eröffnung überlegen,gewann einen Bauern und danach auch sehr sicher die Partie.Nach einem Remis von Jens Achtmann und einer Niederlage von Jacob Seifert gegen einen sehr starken Spieler stand es 2.2 Nun begann das Taktieren ,da wir in zwei Partien auf Gewinn und in zwei Partien auf Remis standen.Jürgen Bußler schaffte den Gewinn auch sicher.Nach dem erwarteten Remis von Thomas Hartmann lautete das Zwischenergebnis 3,5:2,5 für uns.

.Mein Gegner ist wesentlich spielstärker als ich.Er mußte natürlich bei diesem Zwischenstand etwas riskieren, um aus einer ausgeglichenen Stellung noch einen ganzen Punkt zu machen.Nach mehreren abgelehnten Remisangeboten von mir bot er es plötzlich selbst an.In der Annahme ,dass wir in der letzten Partie wohl zumindest ein Remis erreichen würden,nahm ich hocherfreut an.Er hatte bei seinem Spiel auf Gewinn die Partie aber schon völlig überzogen und stand beim Remisschluss schon auf Verlust.So richtig übersehen habe ich das erst in der häuslichen Analyse.Er hatte es am Brett erkannt und bewies damit doch noch,dass er mehr von diesem Spiel versteht als ich.

Aber wie so oft in solchen nervenraubenden Situationen kam es anders ,da Michael Ritter patzte und eine Gewinnpartie zum Verlust.vesiebte .Nicht verzagen Michael.l.Das ist schon anderen passiert .Wenn man jahrelang nicht Schach gespielt hat ,ist man verunsichert und patzt auch grob. Das 4:4 wäre zu Beginn des Kampfes ein erfreuliches Ergebnis für uns gewesen .Unter diesen Umständen war es dann doch eine gefühlte Niederlage.

Seifertbrod, 13.12.2011

Bannewitz 2. - SG Grün-Weiss Dresden 3 3 : 5

Obwohl die SG Grün-Weiss Dresden nur zu siebt antrat waren wir chancenlos zu einem Mannschaftspunkt zu kommen.Unser Gegner war bis auf ein Brett wertzahlmäßig bis zu 300 Punkte besser.Diese bessere Qualität wurde in den Partien auch sichtbar.

Jürgen Bußler verlor schnell einen Bauern und im Endspiel noch einen zweiten ohne Kompensation und damit auch die Partie.Jens Achtmann stand zunächst ausgeglichen.Nach einem Fehler im Mittelspiel war jedoch auch er verloren.Jacob Seifert konnte im Mittelspiel einen Bauern gewinnen.Ein anschließender Fehler führte jedoch zu Qualitäts-und Partieverlust.An den ersten drei Brettern ein ernüchterndes 0:3 gegen uns.

Meinen Gegner am vierten Brett kenne ich schon 45 Jahre, Er spielte damals mit 13 Jahren höchst erfolgreich in der Bezirksliga .Jens konnte eine leichte Initiative von mir neutralisieren,weil ich nicht die beste Zugfolge fand.Wahrscheinlich aus Respekt vor meinem Alter bot er in total ausgeglichener Stellung Remis,was ich auch annahm .Walter Köhn hatte sich eines energischen Angriffs zu erwehren.Ein Remis war aber trotzdem drin.Walter übersah aber leider ein Matt.Den einzigen Sieg für uns schaffte Christoph Reuter am 6.Brett.Er hatte als Einziger einen wertzahlmäßig schwächeren Gegner.Eine Portion Glück war aber auch bei ihm notwendig,um den Sieg zu erringen.Am siebten Brett mußte sich Thomas Hartmann zunächst mit einer schlechteren Stellung herumplagen.Er rappelte sich aber heraus und beim Remisschluss war die Stellung eher für ihn besser.

Das 3:5 entsprach unserer Tagesleistung.Wir hätten schon über uns hinaus wachsen müssen,um an diesem Tag etwas zu reißen.

Seifertbrod, 27.11.2011

Gersdorf Möhrsdorf 1. - Bannewitz 2. 1 : 7 Schimpft nicht immer auf die Jugend

Zu später Abendstunde am Sonnabend erhielt ich die Nachricht, dass Klaus Pohl erkrankt ist.Anne Hartmann hatte sich eigentlich ein schachfreies Wochende genommen und wollte am Windberglauf teilnehmen.Sie ließ sich aber vom Vater in die Pflicht nehmen und verzichtete auf den Lauf .Damit rettete sie die 2.Mannschaft davor mit 7 Mann anzutreten.

Da ich keinen Gegner hatte (Gersdorf-Möhrsdorf spielte zu siebt),konnte ich das Spiel meiner Mannschaftskameraden in aller Ruhe verfolgen.Christoph Reuter kam sehr gut mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung. Ein schlechter weißfeldriger Läufer von ihm behinderte aber die Verwertung. Objektiv war das sicherlich Remis. Christophs Gegner patzte aber und so konnte unser Spieler noch den ganzen Punkt verbuchen.

Jens Achtmanns Gegner opferte schon in der Eröffnung die Qualität. Die Kompensation dafür war aber unzureichend. Nachdem Jens seine Türme ins Spiel bringen konnte, brach die gegnerische Stellung schnell zusammen. Anschließend remisierte Walter in total ausgeglichener Stellung und brachte uns ein Stück näher zum Gesamtsieg. Jacob Seifert spielte sicherlich die spektakulärste Partie. Sein Gegner hatte in der Eröffnung zwei Tempos verloren. Jacob griff daraufhin mit allen Königsflügelbauern den schwarzen König an. Sein eigener König wurde dabei jedem Bauernschutzes beraubt. Das konnte nur gut gehen, weil der schwarze Spieler großen Entwicklungsrückstand hatte. Den Angriff konnte er zwar stoppen, ein sich gebildeter gedeckter Freibauer entschied dann aber das Endspiel für Jacob. Damit war der Tagessieg für uns eingefahren. Thomas Hartmanns Gegner willigte nun auch in das Remis in ausgeglichener Stellung ein.

Nun kämpften nur noch Anne Hartmann und Jürgen Bußler. Anne hatte sich anfangs etwas schwer getan .Der Gegner arbeitete aber kräftig an der Verschlechterung seiner Stellung mit und nach einem Turmgewinn war das Spiel für sie entschieden. Jürgen Bußler spielte die komplizierteste Partie. Schon nach wenigen Zügen war intensives Nachdenken auf beiden Seiten angesagt. Jürgen hatte sicherlich immer ein Übergewicht. Durch die Kopliziertheit war aber auch die Bedenkzeit beiderseits knapp geworden.Da konnte nicht mehr gerechnet werden. Das Stellungsgefühl und die Erfahrung musste entscheiden.Die war auf Seiten von Jürgen.

Der 7:1 Sieg war natürlich in dieser Höhe völlig überraschend, weil Gersdorf-Möhrsdorf vor dieser Runde in der Tabelle noch vor uns lag.

Seifertbrod, 07.11.2011