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    <title>Punktspielergebnisse 3.Mannschaft</title>
    <keywords>Punktspielergebnisse 3.Mannschaft</keywords>
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	<ulink url="http://svs.portal64.de/ergebnisse/show/2014/901/">Aktuelle Tabelle</ulink>
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  <sect2><title role="bericht_titel">Im Sonnenschein zum Klassenerhalt SV Lok Dresden 3 ? SV Bannewitz 3 3 : 5</title>
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    Etwas ersatzgeschwächt ging es im Bewusstsein des immer noch möglichen Abstieg ins Rennen. War aber alles ganz locker. Ursache war der feierabendorientierte Kampfgeist der Gastgeben, was auch gesundheitliche Gründe gehabt haben dürfte. 11 Uhr waren bereits sechs Remis eingetütet, auf all diesen Brettern standen noch alle Schwerfiguren. Das kam der Bannewitzer Strategie "Vorne dicht - hinten abräumen" entgegen. Bei Philipp und Klaus dauerte es etwas länger, aber am Ende konnte Bannewitz frohen Herzens in den sonntäglichen Sonnenschein treten. Die Details:

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      Jens war als erster fertig. Die schwarze Initiative am Damenflügel konnte nach seiner nur leicht verunglückten Bird-Eröffnung abgewehrt werden. Doch alle daraus resultierenden weißen Vorteile wurden durch einen ewigen schwarzen Springer auf E4 aufgewogen. Lust auf die Partie hatte dann keiner mehr.
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    <para>
      Olaf konnte die Colle-ähnliche Stellung seines Gegners zwar optisch unter Druck setzen, Entscheidendes war aber nicht zu sehen. Also begnadigte er seinen Gegner, dem es sichtlich nicht gut ging.
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    <para>
      Um Annes Stellung musste man sich wirklich Sorgen machen. Ihr Königsinder erstarrte in völliger Passivität, es war schwer einen Ausweg zu sehen. Alle Befürchtungen waren aber überflüssig, denn Weiß fiel auch nichts ein. Anstatt die Bauern am Königsflügel vorzuziehen, machte er einfach nichts. Als Anne sich langsam am Damenflügel einen Hauch von Gegenspiel erarbeitet hatte, kam prompt das Remisangebot.
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    <para>
      Bernds Orang-Utan brachte wie immer eine Öffnung am Damenflügel, aber Schwarz hielt im Zentrum dagegen. Der Springer auf E4 nervte, die weißen Figuren hatten wenig Platz und standen etwas unkoordiniert im eigenen Lager herum. Bernds Remisangebot kann man da nur als strategisch clever bezeichnen.

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    <para>
      Walter hielt sich auch an das allgemeine Vorgehen: Nicht viel machen, den Gegner kommen lassen, allzu schlimm wird es schon nicht. Und dann zum richtigen Zeitpunkt Remis bieten. Ein perfekter Plan.
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    <para>
      Thomas Vorliebe für geschlossene Bauernketten kam auch hier wieder aufs Brett.
      Leider war da die Anfälligkeit der F-Linie. Schwarz eröffnete den Angriff mit einem scharfen Bauernzug nach F4,
      Dame und Turm wetzen hinter ihm die Messer. Thomas reagierte nicht optimal - sofort kam der finale Schlag: Das Remisangebot. Es wurde begeistert angenommen.
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    <para>
      Philipp hatte durch einen Tausch auf F3 die Bauernstellung des Gegners interessant gestaltet. Dieser versuchte sich mit einer Offensive am Damenflügel. Bei der Gelegenheit sammelte Philipp ein paar Bauer ein. Aber dieser Materialismus hatte als Kehrseite eine sehr schwache siebte Reihe. Und schon haben sich Turm und Springer von Weiß dort gemütlich gemacht. Aber Schwarz reagierte präzise, dass Weiß seinen Springer einstellte half ungemein. Der erdrückende Vorteil wurde zügig verwertet, zum Abschluss gab es sogar noch eine kleine Kombination zu bewundern.

    </para>
    <para>
      Die Laune von Klaus war zwischenzeitlich mies.
       Nicht nur dass sein Sizilianer besonders im Zentrum nicht vertrauenerweckend aussah,
      ein Remisangebot von ihm wurde einfach schweigend übergangen.
      Dies gab Klaus die nötige Motivation, andere Saiten aufzuziehen.
      Der schwarze Königsangriff wurde als Sturm in der Badewanne enttarnt, Figuren getauscht,
      ein schwacher Bauer belagert und schließlich kassiert. Die Kneterei im Turmendspiel hielt sich wegen des abgeschnittenen schwarzen Königs in Grenzen. Ein weißer Freibauer kam durch - was soll man sagen, die Gegnerin hatte ihre Chance gehabt.
    </para>
    <para>
      Welches Saisonfazit lässt sich ziehen? Die Dritte ist mit 9 aus 18 Mannschaftspunkten sehr gut weggekommen. Die vorderen Bretter wurden nicht so verdroschen, wie es aufgrund der chronischen DWZ-Schwäche zu befürchten war. Dort wurde sogar einiges gewonnen, wenn auch oft mit Dusel. Hinten wurden die Punkte geholt, mit Philipp als Geheimwaffe. Seine Remisallergie und sein taktisches Geschick lassen große Taten erwarten. Ob man dieses Ergebnis wiederholen kann, wird von der weiteren Teilnahme unserer Studenten bzw. Absolventen abhängen. Ein Rückzug von Jacob und Christoph träfe hart, ganz übel wäre ein Rückzug von Anne, welcher die Dritte auch noch dem organisatorischen Chaos ausliefern würde.

    </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 01.05.2015</emphasis></para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">SV Bannewitz 3 vs. USB TU Dresden 5 1 : 7 Perfekter Gastgeber </title>
  <para>
    Es war eine der Klatschen, die man vergleichsweise locker nimmt. Die Dritte war in Bezug auf Personal- und Spielstärke ohnehin stark geschwächt angetreten, in der Tabelle schwebt man im Niemandsland. Bei den Niederlagen am Brett haben die deutlich besseren gewonnen, und wer der Bessere ist, war in allen vier Fällen bereits am Ende der Eröffnungen deutlich zu sehen. Niemand brauchte mit verpassten Chancen oder verschenkten Punkte zu hadern. Der Sieg der TU war auch in dieser Höhe verdient. Bannewitz bleibt die Hoffnung, in der nächsten Saison nicht mehr gegen die TU antreten zu müssen, weil diese zu Höherem berufen wird.
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      Während allen die Gesichtszüge entgleist wären, hätte um 9 Uhr Jacob in der Tür gestanden, blieb das Ausbleiben von Bernd ein Rätsel. Unsere Mannschaftsleiterin kramte mehrfach intensiv in ihrem Gedächtnis nach einer Erinnerung an eine Absage ? ohne klares Ergebnis. Die Moral der Bannewitzer war jedenfalls eine halbe Stunde nach Spielbeginn im Eimer.
    </para>
  <para>

      Thomas' Gegner präsentierte die Kegeleröffnung, in der es darum geht, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Figuren vom Brett zu räumen. Danach war nichts mehr übrig, was einen Ansatz zum Weiterspielen bot. Keine Chance, sich gegen das Remis zu wehren.
  </para>
  <para>
      Auch zu Klaus' Partie gibt es nicht allzu viel zu sagen. Nach solider Eröffnung stellte man irgendwann fest, dass keiner eine zündende Idee hat und ließ die Brechstange stecken. Die TU hatte auch keinen Grund, die Partie in die Länge zu ziehen, weil sich bereits der Kantersieg andeutete.
  </para>
  <para>

      Philipp war gesundheitlich etwas angeschlagen und kam schon in der Eröffnung unter Druck. Dann hat er auch noch einen Bauern eingestellt, was an sich nicht so schlimm gewesen wäre, hätte er nicht noch eine positionelle Ruine zu verwalten gehabt. Mit einem Pfahl im Fleisch - einem schwarzen Bauern auf C4 - war es schnell vorbei.

  </para>
  <para>
      Jens leistete sich nach gewohnt missglückter Eröffnung ein grobes Versehen, nach welchem seine Königs- und Bauernstellung zerschossen waren. Er versuchte noch in bewährter Weise, mit taktischen Verwicklungen etwas zu reißen, aber dazu braucht es einen Gegner, der auch mal den drittbesten Zug macht. Stattdessen schickte dieser Jens von einer Ohnmacht in die nächste, sackte zwei Bauern ein und tauschte alle Figuren ab. Bauernendspiel mit zwei Kollegen zu wenig? Nein, danke.
  </para>
  <para>
      Ungleichfarbige Läufer deuten ein Remis im Endspiel an. Bis dahin muss man aber erst einmal kommen. Im Mittelspiel heißt das nicht selten, dass man sich praktisch mit einer Minusfigur verteidigen muss. Olaf kann das bestätigen. Er stand zum Ende der Eröffnung völlig hinten drin, alle weißen Schwerfiguren drückten auf der F-Linie, der Läufer gegen G6, sein König auf G8 die einzige Figur, die überhaupt noch ziehen könne. Weiß ließ zwar zwei Ausheber aus, der dritte war dann Olafs Verhängnis. In dieser Stellung hatte es auch noch eine sechste oder siebte Chance gegeben.
  </para>
  <para>
      Anne hielt am längsten durch, bis 12 Uhr. Ihr König noch auf E8, die E-Linie offen - das sah nicht gut aus. Zwar konnte ihr Chef sich per langer Rochade wegducken, aber sie lief nur noch hinterher. Der Königsflügel schlief hinter der Dornenhecke und kein Prinz in Sicht. Als sich Anne mit einer Abtauschidee zu befreien hoffte, präsentierte ihr Gegner ein geniales Qualitätsopfer und installierte einen bäuerlichen Foltermeister auf D6, der Schwarz die Luft abdrückte. Das Schwarz zum Schluss ein zweizügiges Matt übersah, war nur noch Leidensverkürzung.

    </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 17.03.2015</emphasis></para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">SG Grün-Weiß Dresden 3 vs. SV Bannewitz 3 2,5 : 5,5 Endspiele sind blöd  </title>
  <para>
    Kurz vor dem Spielbeginn wurden zwei Dinge von Bannewitzer Spielern festgehalten:
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  <para>

    Gegen die DWZ-starken Grün-Weißen werden wir eher alt aussehen.
  </para>
  <para>
    Endspiele sind blöd.
  </para>
  <para>
    Ersteres hat sich überhaupt nicht bewahrheitet. An keinem der acht Bretter bestand irgendwann ernste Verlustgefahr, die drei Siege waren sauber heraus gespielt, und das leider ohne Jacob. Mit 50% der Mannschaftspunkte ist die Dritte endgültig im Niemandsland der Tabelle angekommen. Davon wagte zu Saisonbeginn kaum jemand zu träumen.
  </para>
  <para>
    Dem zweiten Teil ist dagegen vorbehaltlos zuzustimmen, trotz des besseren Ende für die Bannewitzer an diesem Spieltag. Die Eröffnung, na ja, da muss man halt durch, sie ist zum Glück schnell vorbei. Im Mittelspiel steppt dann das wahre Leben, da werden Angriffe vorgetragen und abgewehrt, es gibt überraschende Manöver, viele Möglichkeiten und Ideen, rasch wechselnde Stellungsbilder, man findet Mut zu einem Opfer oder auch nicht, pocht auf seine Vorteile hier und hofft, das die Nachteile da nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Aber das Endspiel: Da ist eine "Agenda abzuarbeiten", es sind "Potentiale technisch umzusetzen" und möglichst "fehlerlos Handlungsanweisungen zu folgen". Das alles riecht unangenehme nach der Art von Arbeit, mit der man schon den Rest der Woche verbringt (oder verbringen wird, oder lange Jahre lang verbracht hat).

    Aber zur Sache:
  </para>
    <para>
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    Michael spielte Holländisch, Stonewall. Diese Eröffnung verspricht Schwarz eigentlich wenig, Weiß aber auch nicht allzu viel. Die Stellung blieb geschlossen, im Mittelspiel gab es noch ein paar taktische Fingerhakeleien. Schnell war der Punkt erreicht, an dem keinem mehr etwas einfiel. Abgesehen vom Händeschütteln.
  </para>
  <para>
    Thomas' Partie hatte einen sehr ruhigen Charakter, soweit das für dem flüchtigen Beobachter erkennbar war. Positiv formuliert. Wenn man aber mit einem halben Punkt zufrieden ist, dann ist dieser Charakter sehr zweckdienlich. Die Damen wurden recht früh getauscht, Thomas hatte zum Ende hin zwar ein etwas beengtes Spiel, aber war weit entfernt davon, etwas anbrennen zu lassen, das Unentschieden war somit unvermeidlich.
  </para>
  <para>
    Zum Ende der Freistil-Eröffnung wurden die Damen abgeräumt, Philipp saß auf einer Reihe von Feld- und Bauernschwächen am Damenflügel. Eine Unaufmerksamkeit erlaubte es seiner Gegnerin, seine Figuren so richtig einzuschnüren. Der letzte Biss fehlte zum Glück, Philipp konnte sich befreien. Das anschließende Endspiel (puh) mit ungleichfarbigen Läufern war dermaßen remis, dass nicht einmal Philipps Verwegenheit irgendwelche Ansatzpunkte sah. Er überlegte wohl noch, halsbrecherische Verwicklungen anzuzetteln, überlegte es sich aber dankenswerterweise.
  </para>
  <para>
    Anne hatte sich zunächst eines unangenehmen Angriffs gegen G2 zu erwehren, was ihr nach einer anstrengenden Phase souverän gelang. Weiß verblieb mit einem Mehrbauern, aber dann kam (oh je) das Endspiel. Halbstarker Läufer gegen Flummispringer. Trotz Materialvorteil wirkte Anne nicht so, als ob sie viel Spaß an der Partie hätte. Der schwarze Gaul fing an, die weißen Bauern durchzuprügeln, der große weiße Durchbruch war auch nicht in Sicht. Was macht man da? Natürlich Remis.
  </para>
  <para>
    Christoph plante zunächst eine Steinmauer als Aufbau. Aber seine zurückhaltend spielende Gegnerin veranlasste ihn zum Umschalten in den Offensivmodus. Maximaler Raumgewinn war angesagt, Entwicklung und Königssicherheit ist ja nur was für Warmduscher. Mit einem Doppelangriff zog er Schwarz eine Qualität aus der Tasche. Kurze Zeit später stand das (stöhn) Endspiel auf dem Brett. Ein Bauer ging verloren, König und Turm übten sich im Rumstehen, die schwarze Bauernwalze rückte näher und näher. Die einzige aktive Option war hier das Remisangebot, welches die Gegnerin nach einigem Zögern annahm.
  </para>
  <para>
    Mit den ungeliebten schwarzen Steinen kam Bernd zunächst nicht zu seinem gewohnten Angriffsschach. Im Mittelspiel kam es dann doch noch zum Hauen und Stechen am Königsflügel. Der weiße Bauernschutz war bald vollkommen hinüber, und Bernds Figuren fingen an, es sich in der weißen Königsstellung bequem zu machen. Dann grübelte Weiß lange, wie ein eingedrungener Turm zu schlagen wäre. Er entschied sich für den Zug, nach dem Bernd sofort matt setzen konnte.
  </para>
  <para>
    Nach symmetrischer Eröffnung opferte Jens einen Springer für drei Bauern. Dafür gab es eine taktisch chilischarfe Angriffsstellung mit vielen Fallgruben für beide Seiten. Weiß hat es schließlich geschafft, sich in ein Endspiel (au weia) mit zwei Minusbauern zu schwindeln. Prompt hat Schwarz zweizügig alle Vorteile verdödelt, die Partie drohte zu kippen. Zum Glück sah Weiß dann eine geniale Abwicklung, nach der er in einem Bauernendspiel landete, welches so verloren war, das es sogar Jens hinbekam.
  </para>
  <para>
    Klaus hat diesmal nicht viel aus der Eröffnung geholt, er musste sich mühsam in die schwarze Königsstellung bohren. Irgendwann war die schwarze Bauernkette dort zerschossen, ein Turm geriet in eine eklige Fesslung. Der Lohn der Mühe: ein Springer mehr, welcher nur noch umzusetzen war. Natürlich in einem anstrengenden Endspiel, denn die Damen waren noch auf dem Brett und die Stellung offen wie die Rentenfrage. Alles richtete sich auf eine elende Kneterei bis 15 Uhr ein, als der schwarze König seine Holde ins weiße Lager abkommandierte. Er selbst kämpfte dann mit allein entblößter Heldenbrust gegen Dame und Springer, womit er sich eindeutig übernahm.

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    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 04.03.2015</emphasis>      </para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">Bannewitz 3 - BSV Chemie Radebeul 1 4:4 Moral ist alles  </title>
    <para>
      Ein ersatzgeschwächtes Duell mit dem verlustpunktfreien Tabellenersten war angesagt. Demzufolge die null Mannschaftspunkte fest eingeplant. Das es dann doch noch genau einer wurde, war letztlich eine Frage der Moral an Brett 8 (im positiven Sinn) und der Moral an Brett 2 (in nicht ganz so positivem Sinn). Das waren die beiden Bretter, bei denen das Resultat nicht schon im frühen Mittelspiel zu erraten war. Den gemütlichen Abstieg kann sich die Dritte von Bannewitz mit nun fünf Punkten wohl abschminken. Die Details:

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    </para>
    <para>
      Michaels und Walters Partien zeichneten sich, soweit das durch sehr gelegentliche Blicke auf ihre Bretter festzustellen war, durch freundliche Ereignislosigkeit aus. In den Eröffnungen passierte nicht viel, im Mittelspiel wenig, man ließ die Gegner kommen. Die dachten wohl das Gleiche, was nach ein paar Abtauschen zum friedlichen Ende an beiden Brettern führte.
    </para>
    <para>
      Anne hatte es von Beginn an schwer. Der weiße Druck auf der C- und der D-Linie war übel, es folgte ein unschöner Aufriss ihrer Königsstellung mit anschließendem Mattangriff. Der König konnte vor den weißen Figuren davonlaufen, was man vom Großteil seiner Bauern leider nicht behaupten kann. Mir vier Minusbauern und einer Stellungsruine kämpfte Anne noch weiter. Es gab ja noch eine Chance die Partie zu drehen, nämlich wenn das Handy ihres Gegners geklingelt hätte. Es klingelte aber nicht.

    </para>
    <para>
      Aljechin-Eröffnung, leider als Weißer. Mist. Nichtsdestotrotz versuchte Jens im Zentrum Initiative zu entfalten. Daraus wurde nichts, im Gegenteil verpasste er ein paar gute Chancen zu Vereinfachungen. Dadurch wurden die schwarzen Läufer mit den Namen Chuck und Norris zunehmend lästig bis erdrückend. Weiß wurde immer weiter eingeschnürt und war vollauf damit beschäftigt, vier oder fünf Chancen zum zweizügigen Figurenverlust auszuschlagen. Deprimiert vom Partieverlauf kam dann der Verzweiflungsausbruch, bei dem dann die sechste genutzt wurde. Jens war satt.

    </para>
<para>
  Die DWZ von Christophs Gegner war einschüchternd. Schwarz versuchte mit der Steinmauer dagegen zu halten. Aber auf der halboffenen C-Linie handelte sich Christoph einen rückständigen Bauern ein. Beim Gegenspiel auf der A- und B.Linie mussten die dort zahlreich postierten Schwarzen gewaltig den Bauch einziehen. Aber es funktionierte, Weiß fiel nichts Zündendes ein. Das raffiniert platzierte Remisangebot von Christoph wurde etwas überraschend bei spannender Mittelspielstellung angenommen. Ob es an den zwei Siegen lag, die Radebeul zu diesem Zeitpunkt Vorsprung hatte, oder hatte Weiß nur keinen Bock mehr? Man weiß es nicht. Wobei das eine das andere natürlich nicht ausschließt.


</para>
    <para>
      Olafs Partie hatte zeremoniellen Charakter. Stellenweise waren die vierte und die fünfte Reihe geräumt, beide Armeen waren sich in ihren jeweiligen Lagern selbst genug. Irgendwie hat man es doch geschafft, die Reihen zu lichten, es kam zum Läuferendspiel. Hier drohte die harmonische Choreografie zu kippen, denn der Gegner hatte zwei Einbruchfelder in der ansonsten geschlossenen Stellung. Die waren zum Glück mühelos zu verteidigen, was Schwarz irgendwann einsah.
    </para>
    <para>
      Man kann davon ausgehen, dass in ganz Sachsen bekannt ist, wie Partien laufen, in denen Bernd Weiß hat. Schon in der Eröffnung werden die Bauern auf der linken Seite weit, weit vorgeschoben, die Figuren hinter ihnen helfen beim Durchschütteln des gegnerischen Damenflügels, gern fällt bei solchen Gelegenheiten ein schwarzer Bauer herunter. Der Vorsprung wird dann bei passender Gelegenheit auf eine Leichtfigur erhöht, in der Ecke eingeklemmte Könige bekommen zum Schluss noch einen fatalen Mattangriff serviert. Wenn diese Annahme stimmen sollte, dann liegt Radebeul in Bayern. Denn die Partie lief genau so. Es ist deshalb nicht zu befürchten, dass Bernd demnächst zu solchen Spießerzügen wie 1. e4 wechselt.
    </para>
    <para>
      Es gibt Leute, die machen Remis, wenn die Eröffnung ausgeglichen verläuft. Andere reichen ihrem Gegner die Hand, wenn sie sich in einem totremisen Schwerfigurenendspiel befinden, mit geschlosenen Bauernketten ohne Schwächen. Wieder andere sehen die Sinnlosigkeit ihrer Bemühungen ein, wenn sie sich in einem Turmendspiel mit jeweils drei Bauern wiederfinden, dass noch etwas remiser ist, als es Turmendspiele Gerüchten zufolge ohnehin sind. Zum Glück hat Philipp mit derartigen feierabendorientierten Einstellungen nichts am Hut. Denn sonst hätte er das Bauernendsiel verpasst, in welcher der gegnerische Freibauer des Todes war, der eigene sich dagegen auf die kurz bevorstehende Geschlechtsumwandlung freute. Ein Geduldssieg ganz im Sinne von Weltmeister Carlsen.

    </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 04.02.2015</emphasis>      </para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">SSV Altenberg 1 vs. SV Bannewitz 3   3 : 5 Jugend voran!  </title>
            <para>
              Im Abstiegsduell sollten Punkte her. Das ersatzlose Fehlen des Altenberger Stars Koschka war ganz im Sinne dieses Ziels. Trotzdem hielt sich Altenberg an ihre Matchstrategie "Vorne Punkten - Hinten dichthalten" fest, welche die Bannewitzer Jugend zu durchkreuzen wusste. Die vorgerückten Jahrgänge hielten mit kurzzügigen Remisen bei gut gefüllten Bretten ihre Oberbekleidung frei von Ruhmesflecken. Ganz anders die frischen, die durchweg glänzten: durch schiere Anwesenheit (Jacob), Einsicht in das Unvermeidliche (Christoph), Souveränität (Anne) und Kampfgeist (Philipp). Mit nun vier Mannschaftspunkten muss sich Bannewitz allmählich vom Gedanken an den unausweichlichen Abstieg verabschieden.
            </para>
    <para>
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      </para>
    </para>
<para>
  Jacob zeigte eine perfekte Vorbereitung: Er hatte seinen eBook-Reader nicht vergessen und konnte so einen entspannten Lesevormittag verbringen.
</para>
  <para>
  Der Orang-Utan von Bernd bekam diesmal Höhenangst, sein Gegner, der ihn schon ewig kennt, wusste, was auf ihn zukommt. Er verpasste Bernd eine unschöne Fesselung auf D2, begleitet von einem Remisangebot. Mit einem fest schlafenden Königsflügel nahm Bernd nach nur einer Handvoll Zügen an. War wohl besser so.
  </para>
  <para>
  Auch Michaels Eröffnung mit verrammelten Bauernketten war vermutlich anders geplant. Konnte diese Stellung überhaupt jemand verlieren, wenn keiner durchkommt? Ja, wie Michael befürchten musste. In schon anrüchiger Stellung wurde das Remis mit einer gewissen Erleichterung angenommen.
  </para>
  <para>
  Auch auf Olafs Brett war zunächst nicht viel los. Die Partie plätscherte. Mangels durchschlagender Idee ließ sich Olaf dann vom dritten Remisangebot seines Gegners erweichen, wozu auch die dünn werdende Bedenkzeit beitrug.
  </para>
  <para>
  Die Partie von Jens war auf Sturm gekämmt - heterogene Rochaden, beiderseitige Bauernoffensiven auf die Königsstellungen. Aber mittendrin verließen beide Spieler der Mut und die Inspiration. So kam es nach nur 18 Zügen zu einem kleinlauten Remis in einer Stellung, bei der es eigentlich erst richtig losgehen sollte.
  </para>
  <para>
  Annes Partie war beiderseits sehr offen angelegt, sie musste sich zunächst mit einem unangenehmen Freibauern auf D5 herumärgern. Dann wollte Annes Gegner zu viel und wich ungeschickt einem Damentausch aus, was einerseits misslang und andererseits einen Bauern kostete. Auch der weiße Stolz auf D5 war nicht zu halten, weitere Abtausche folgten. Mit zwei Mehrbauern und einem muskelbepacktem Läuferpaar wurde das Endspiel gnadenlos exekutiert. Dadurch war der Ausgleich für Bannewitz gesichert, es durfte aufgeatmet werden.
  </para>
  <para>
  Wieso Ausgleich, wenn Bannewitz hier 4:2 führte? Weil es auf den letzten beiden Bretten für die Schwarzen übel aussah. Christoph begann mit Caro-Kann, ließ sich dann aber einen ganz miesen Franzosen andrehen: Der König in der Mitte festgeklemmt, offene Linien auf beiden Flügeln und die schwarzen Felder aber sowas von schwach. Ein kleiner Angriff gegen G2 war seit der Eröffnung eigentlich der einzige Grund zum Weiterspielen. Nach dem unvermeidlichen Dameneinstieg mit fatalen Folgen für einige dunkelhäutige Landwirte war es dann aus.
  </para>
  <para>
  Das Beobachten von Philipps Partien ist nichts für Leute mit Herzschwäche. Als sich nach sieben abgeschlossenen Partien das Interesse auf sein Brett konzentrierte, stand er breit. Was war gegen den weißen Heldenläufer auf C6, den Schwerfigurenaufmarsch auf der F-Linie, einem durchbrechenden Freibauern und seine aufgerissene Königsstellung zu erfinden? Sein Gegner wußte es: Unter Umgehung einiger Ausheber tauschte er die Damen und seinen stolzen Läufer nebst Freibauern auf F7 gegen den noch mieseren von Philipps Türmen. Dafür erwachten die schwarzen Freibauern im Zentrum plus Springer aus ihrem Mittagsschlaf. Der D-Bauer sollte die Entscheidung für Bannewitz bringen, aber Philipp ließ seine Mannschaftskollegen lange leiden. Am Ende rannte der weiße König auf dem Weg zum D-Bauern in eine Springergabel. Die Folge: Der entscheidenden schwarzen Freibauern. Geschafft. Uff.

</para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 13.01.2015</emphasis>      </para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">SV Bannewitz 3 vs. SV Dresden-Leuben 3  3 : 5 Moral in Ordnung - Punktestand (noch) nicht</title>
    <para>
      Vollzählig, aber in für Heimspiele unüblichen Gefilden des Billardzimmers, trat die 3. Mannschaft am 2. Advent an.
    </para>
  <para>
      Die Partie von Brett 8 befand sich lange im Ausgleich, bevor die Entscheidung im umkämpften Spiel zugunsten von Philipp fiel, der damit seinen ersten vollen Zähler für die Mannschaft in dieser Saison beisteuern konnte.
  </para>
  <para>
      Mit der 1:0-Führung im Rücken musste Thomas an Brett 7 noch ein wenig um das Remis bangen, bis auch der Gegner einsah, dass bei fast leerem Brett einfach nicht mehr zu holen war.
  </para>
  <para>
      Klaus an Brett 6 konnte sich gegen seine junge Gegnerin zu Beginn einen materiellen Vorteil erarbeiten (+2,5), bevor er nach einem Fehlgriff den Faden verlor und im Taktikdschungel baden ging.
  </para>
  <para>
      Bernd an Brett 4 gewann einen Bauern und konnte diesen Vorteil im Turmendspiel gewinnbringend einsetzen.
    </para>
  <para>
      Michael an Brett 5 musste erst eine schlechtere Stellung und dann eine Minderfigur verwalten - die Niederlage war das Ende vom Lied.
  </para>
  <para>
      Somit konnte ein passabler Zwischenstand von 2,5:2,5 verzeichnet werden. Allerdings war an Brett 1 bei Christoph, der heute den mit Abstand stärksten Gegner hatte, zwar die Zeitnot überstanden, aber ein Bauer verloren gegangen. Diese Stellung war trotzt hartem Kampf und zähem Verteidigen nicht mehr zu halten.
  </para>
  <para>
      Bei einem Zwischenstand von 2,5:3,5 gab es noch Hoffnung, weil an Brett 2 bei Jens ein zweischneidiges Endspiel auf dem Brett stand. Leider konnte Jens den Vormarsch des einzelnen Freibauerns nicht stoppen, so dass die beiden eigenen Freibauern nicht mehr zum Einsatz kamen.
  </para>
  <para>
      Anne an Brett 3 blieb die freie Entscheidung zwischen weiterspielen und Remis bieten. Mit einem Bauern mehr im Turmendspiel bestehen ja durchaus Chancen auf einen Sieg. Aber auch in diesem Fall reichte es nicht ganz zum Sieg.
  </para>
  <para>
      Damit gab es einen Endstand von 3:5. Wieder einmal mussten wir Lehrgeld zahlen, aber wir haben auch gezeigt, dass wir nicht zu unterschätzen sind und neben Moral und Kampfgeist durchaus auch ein wenig schachliche Qualität vorhanden ist.

    </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Anne Hartmann, 16.12.2014</emphasis>      </para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel">Am Tag der Wunder: SV Bannewitz 3 vs. TuS Coswig 1920 4  5 : 3 </title>
  <para>
    Wenn man mehr Glück als Verstand hat, ist man besser dran, als wenn es umgekehrt wäre.
    Bannewitz war an diesem Sonntag sehr gut dran.
    Die Ereignisse überschlugen sich, an fünf Brettern drehten sich die Verhältnisse um 180 Grad,
    meist zugunsten von Bannewitz.
    Drei der vier Entschiedenen Partien hätten eigentlich andersherum ausgehen sollen.
    Als die Bannewitzer nahezu geschlossen kurz nach eins das Spiellokal verließen,
    hatten sie die Ereignisse des Vormittags noch nicht so recht verarbeitet, leicht hätte es 3:5 ausgehen können.
    Aber in Bestbesetzung zwei Mannschaftspunkte geholt, zeitig fertig geworden und herrliches Wetter dazu - was will man mehr.
    Ein Tag der Wunder.
  </para>

    <para>
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        </tgroup>
      </informaltable>
    </para>

    <para>
      Schon ausgangs der Eröffnung stellte Schwarz eine Figur hin.
      Er versuchte sich noch durch einen wilden Schlagabtausch zu retten, machte dabei weiter minus und gab auf.
      Nach knapp einer Stunde Spielzeit entschwand Christoph hochzufrieden in den sonnigen Vormittag.
    </para>
  <para>
       Nach 15 Zügen stand Jens nicht nur breit - was Standard ist und nicht weiter erwähnenswert wäre - sondern glatt auf Verlust.
    Materialnachteil, König im Durchzug, gefesselte und sinnlos rumstehende Figuren.
    Figurenverlust und Durchbruch im Zentrum drohte.
    Aber Weiß wollte es zu genau machen und schlug den falschen Bauern (es gab reichlich Auswahl).
    So kam Schwarz noch zum Köngigsangriff auf der königsindischen Diagonalen.
    Im anschließenden scharfen, taktischen Kampf agierten beide Spieler nicht optimal.
    Durch einen erfolgreichen Appell an seine Gier landete Weiß in der Falle und wurde sogar matt gesetzt. 
  </para>
  <para>In der Stonewall-Eröffnung agierte Bernd gewohnt schwungvoll, konnte mit seiner Dame in die Rochadestellung des Gegners einbrechen, G- und H-Bauer mopsen und den weißen König in die Mitte treiben. Eben jene fehlende Bauern eröffneten den weißen Schwerfiguren aber glänzende Perspektiven. Denn beim Raubüberfall blieb die Entwicklung der schwarzen Figuren auf der Strecke, insbesondere der Turm A8 und der Läufer C8 mutierten zu Untoten. Bernd geriet auf besagten Linien in einen Königsangriff, dem aber die schwarze Heldin allein hätte Einhalt gebieten können, wenn, ja wenn man sie nur auf das richtige Feld gestellt hätte. Wurde sie leider nicht, und dann war's matt. Bernd war untröstlich. Seine Vermutung, dass der verlorene Faden mit seinem Alter zu tun haben könnte, wurde nicht nur durch die Ereignisse an Brett 4 widerlegt, sondern auch durch Herrn Anand, der wenige Stunden später eine WM-Partie einzügig wegwarf.
    </para>
    <para>
      Olafs Partie war die einzige des Tages, welche nie die Remisbreite verließ.
      Die Stellung war geschlossen, auf der offenen F-Linie wurden die Türme abgetauscht.
      Gab es kurz danach eine Gelegenheit zum Dameneinstieg in die generische Stellung?
      Wie auch immer, es entstand ein für Schwarz leicht besseres Läuferendspiel.
      Olafs Gegner holte hier die Silikonspritze raus und dichtete seine Stellung hermetisch ab.
      Der Remisschluss war danach das einzig Vernünftige. 
    </para>
  <para>Zunächst schien in Michaels Partie nicht viel los zu sein.
    Er hatte etwas Druck auf der E-Linie, Schwarz dafür auf der Diagonale B8-H2.
    Dann übersah er ein Fesselungsmotiv und büßte eine Qualität ein.
    Aber ihm blieben immerhin zwei aktive Leichtfiguren und ein starker Freibauern.
    In Zeitnot griff Schwarz daneben und musste für eben jenen Bauern einen Turm geben.
    Aber wie den Vorteil umsetzen, wenn der Mehrspringer auf A8 ein Schläfchen macht (siehe unten)?
    Michael wusste es nicht und bot Remis. Angesichts des Auf und Ab des Partieverlaufs wirkte er aber eher erleichtert.
  </para>
  <para> Philipp trug einen schwungvollen Angriff am Königsflügel vor und
    konnte einen Springer auf G6 im Fleisch er gegnerischen Stellung festsetzen.
    Dann hätte er dank einer Fesslung eine Figur gewinnen können. Und dann durch eine andere einen Bauern.
    Das recht wohlwollende Remisangebot im Endspiel lehnte er ab, um souverän in ein streng riechendes Bauernendspiel abzuwickeln.
    Ich widerstand der Versuchung, mehrmals den Kopf gegen eine kürzlich renovierte Wand zu schlagen.
    Aber warum auch, es war ja der Tag der Wunder. Schwarz fand zur allgemeinen Überraschung nicht den richtigen Weg,
    so bekam Philipp den rettenden gedeckten Freibauern. Als sein Remisangebot angenommen wurde,
    strahlte er aus gutem Grund mit der Sonne um die Wette.
    </para>
    <para>
      Die wundersamen Ereignisse auf den anderen Brettern waren nichts im Vergleich zu denen auf Annes.
      Sie musste einen klassischen königsindischen Angriff in geschlossener Stellung über sich ergehen lassen.
      Die weiße Stellung änderte sich von beengt über schlecht bis einzügig verloren.
      Die G-Linie war fest in Feindeshand, die schwarzen Läufer harmonierten gut mit den geschwächten Diagonalen um den weißen Eckkönig herum.
      Es fehlte nur noch dieser eine, letzte, tödliche Zug.
      Statt ihm kam ein anderer. Und im Anschluss daran der Schwenk der schwarzen Dame,
      welcher das einzügige Matt bringen sollte. Das gelang auch in gewisser Weise. Es war halt nur der andere König.
      Es gibt Sachen, die gibt es nicht.

    </para>
  <para> Eine zunächst für Jacob etwas gedrückte Stellung wuchs sich zu einer offenen,
    taktisch geprägten aus. Mittendrin kam das weiße Remisangebot.
    Zwar führte Bannewitz zu dem Zeitpunkt 2:1, aber an drei anderen Brettern sah es übel aus.
    So spielte er notgedrungen weiter und konnte in ein Doppelturmendspiel mit Mehrbauer einlenken,
    bei dem der weiße Freibauer seinem Gegner eher eine Last war. Kurz nach dem Fotofinish bei der Zeitkontrolle stand nach Annes unfassbarem Gewinn der Bannewitzer Mannschaftssieg fest. Jacob wählte statt einer langwierigen Kneterei den herbstlichen Sonnenschein und machte Remis.
    </para>
    <para>
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            <phrase>Sellung von Anne</phrase>
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      Nach Tc7 Tb1+ war die Stellung natürlich sofort remis, aber hatte Michael hier wirklich eine echte Gewinnchance?
    </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 11.11.2014</emphasis>      </para>
  </sect2>

  <sect2><title role="bericht_titel">Dicht daneben ist halt auch vorbei: Riesa 2. vs. SV Bannewitz 3 4,5:3,5 </title>
    <para>
      Diese knappe Niederlage hat zumindest etwas gezeigt:
      Auch bei sehr mäßiger Leistung kann die Dritte von Bannewitz mithalten, der Abstieg ist somit nicht naturgesetzlich vorgezeichnet. Beide Siege waren sauber heraus gespielt, an den Brettern 3 und 6 konnte Riesa über die halben Punkte froh sein. Wenn nur nicht soviel gepatzt worden wäre... Vielleicht lag es daran, dass die Bannewitzer Spieler wegen der Anreise zu - zumal für einen Sonntag - absolut unchristlicher Zeit aus den Federn musste.
    </para>
    <para>
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            Brett
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            SC Riesa 2
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        </tbody>
        </tgroup>
      </informaltable>
    </para>

    <para>
      Philipp ließ sich zulasten seiner Entwicklung auf einen Bauernkrieg am Damenflügel ein.
      Schnell konnte sein Gegner mittels einer klassischen Fesslung gegen den ungedeckten Turm A8 in die schwarze Stellung
      einbrechen und sie taktisch zusammenschieben.
    </para>
    <para>
      Nach schwerblütiger Eröffnung erhielt Jens' Gegner Druck auf der offenen A-Linie,
      Schwarz dafür einen Hauch von Königsangriff.
      Beide Seiten riskierten nichts und räumten die Schwerfiguren ab.
      Auf das anschließende komplizierte Endspiel mit je drei Leichtfiguren hatte keiner Bock.
    </para>
    <para>Klaus hatte eingangs des Endspiels einen minimalen positionellen Vorteil - sein Gegner hatte einen Doppelbauern.
      Weiß konnte sich dieses Problems rasch entledigen. Es stand eine totremise Stellung auf dem Brett,
    das unausweichliche Ergebnis folgte rasch.
      </para>
    <para>
      Die unkonventionelle Eröffnungsbehandlung am Brett 3 sorgte für leichte Verwunderung, das kennt man von Bernd anders.
      Aber er geriet in Platznot, bekam einen schwachen Bauern auf E6 verpasst, der dann auch fiel.
      Noch übler war der Angriff gegen seine geschwächte Königsstellung.
      Nach einem Fehler von Schwarz war es Matt.
      </para>
    <para>Auch an Brett 5 gab es in der Eröffnung ein Bauernscharmützel am Damenflügel, auch hier mit dem besseren Ende für Weiß.
      Michael verpasst Schwarz eine Fesselung auf der C-Linie und drohte Figurengewinn.
      Der Gegner wand sich, versuchte es mit Gegenangriffen, um sein Figurenkneuel zu entwirren.
      Michael behielt aber den Überblick und sackte nach kompliziertem, taktischen Mittelspiel den ihm zustehenden Springer ein.
      Sein Gegner war bedient.
      </para>
    <para>Jacob stellte frühzeitig einen Läufer einzügig ein. Aber aufgeben? Nichts da.
      Erst hätte er beinahe die schwarze Dame gefangen, dann beinahe Dauerschach gegeben.
      Um dann noch einen Turm stehenzulassen. Das bedeutete nicht etwa das schnelle Partieende.
      Schwarz benötigte viel Zeit und noch viele Züge, um die fast nicht mehr vorhandene weiße Armee zurückzudrängen
      und zur Aufgabe zu zwingen. 0:0 wäre hier das leistungsgerechte Ergebnis gewesen, aber was ist im Schach schon gerecht.
      </para>
    <para>Walters Gegner versuchte lange Zeit, gegen den in der Mitte stehenden weißen König etwas zu erreichen.
      Er erreichte ein mieses Turmendspiel, bei dem ihm zuerst ein Bauer und anschließend der Durchblick abhanden kam.
      In zähem Bemühen kämpfte sich Walter voran, bildete einen Freibauern, welche den schwarzen König an die A-Linie band.
      Das hat dann gereicht.</para>
    <para>
      Der König auf G1, der Bauer, welcher nach G2 gehört, steht auf F3, dafür grinst auf H3 ein schwarzer Läufer - Annes Eröffnung lief nicht optimal. Die zähe Verteidigung würdigte ihr Gegner durch Reparatur ihrer Bauernstruktur und Bereitstellung einer Qualität. Leider ließ Anne sich einen wichtigen Bauern aus der Tasche ziehen und hatte dann die undankbare Aufgabe, beim Zwischenstand von 2:4 mit Gewalt gewinnen zu müssen. Was im Endspiel Turm gegen Läufer und Freibauer unglücklicherweise nicht gelang. Aber war es überhaupt möglich?

      Diese Frage würde ich gern der Fraktion 2000+ vorlegen:

    </para>
    <para>
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            <phrase>Sellung von Anne</phrase>
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    <para>(Weiß am Zug) Der schwarze König ist zwar in der für ihn gefährlichen Ecke festgenagelt, aber reicht der weiße Vorteil zum Gewinn? </para>
    <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 14.10.2014</emphasis>      </para>
  </sect2>
  <sect2><title role="bericht_titel"> SV Bannewitz 3	-	Schachklub Heidenau 2	2,5:5,5 </title>
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    Zum Auftakt der neuen Saison gibt es bei der dritten Mannschaft von Bannewitz Positives zu berichten: Die nervenaufreibenden Verhandlungen um die Aufstellung konnten zu einem versöhnlichen Ende geführt werden, man spielte stark ersatzgeschwächt, aber vollzählig. Bannewitz hat auch einiges gewonnen, also Erfahrung gewonnen. Und ein Platz im trostlosen Mittelfeld konnte vermieden werden.
    Zwei Niederlagen am Brett erscheinen vermeidbar, das soll nicht darüber hinweg täuschen, dass die bessere Mannschaft - und der DWZ-Favorit - gewonnen hat. In dieser Saison wird man sich jedenfalls über jeden Mannschaftspunkt freuen.
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    Brett 3 (s): Michael Ritter (=)
    Michaels Gegner kam mit großem Vorteil aus der Eröffnung, der sich aber nach und nach verflüchtigte. Als kaum noch etwas davon übrig war, hatte Weiß wohl keine Lust mehr und bot remis an. Angesichts des Partieverlaufs und des DWZ-Unterschieds nahm Michael natürlich an.
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    Brett 7 (s): Jörg Raschke (=)
    Von dieser Partie habe ich leider nicht viel mitbekommen. Bei meinen wenigen flüchtigen Blicken auf das Brett hatte ich den Eindruck, dass beide Seiten sehr vorsichtig agierten und keinen Vorteil der anderen Seite zuließen.
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    Brett 2 (w): Bernd Wünschmann (=)
    Die Eröffnungsbehandlung von Bernd war gewohnt unkonventionell und brachte ihm Raumvorteil und eine offene A-Linie ein. Aber Schwarz ließ sich nicht au der Ruhe bringen, verteidigte sich konsequent passiv, vermied Schwächen. Ob im Partieverlauf ein Schwarzer die Mittellinie überschritt? Egal, jedenfalls waren irgendwann alle Schwerfiguren aus dem Spiel. Da musste Bernd die Vergeblichkeit des ständigen Anrennens einsehen.
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    Brett 4 (w): Olaf Sammler (0)
    Damen kommen einen immer teurer, als man denkt. An diese selbstverständlich nur auf dem Schachbrett gültige Regel wurde Olaf erinnert, als er glaubte, die gegnerische Chefin für zwei Leichtfiguren zu bekommen. Es waren aber deren drei. Ausgehend von einer bombensicheren Königsstellung konnte sich Schwarz daran machen, weiteres Material einzusammeln. Gegenspiel für Weiß war nicht zu sehen, irgendwann war dann Olaf bedient.
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    Brett 5 (s): Klaus Seifert (=)
    Gegen Klaus vernünftig aus der Eröffnung zu kommen, ist immer wieder eine Herausforderung. Auch Weiß kam hier nicht ohne Beule in Gestalt einer verlorenen Qualität davon. Dafür hate er einen lästigen Freibauern. Eine Verwertung der Qualität erschien daher schwierig bis unmöglich. Diese elende Kneterei wollte sich Klaus nicht antun und bot remis an.
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    Brett 1 (s): Jens Achtmann (=)
    Schon während der Pirc-Eröffnung ging es zur Sache, die Stellung wurde während der PArtie immer schärfer und taktisch anspruchsvoller. So anspruchsvoll, das am Ende beide Spieler den Durchblick verloren und an Gewinnfortsetzungen vorbei gingen. Das Remis bei einsetzender Zeitnot war das logische Ergebnis.
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    Brett 6 (w): Walter Köhn (0)
    Walter kam von allen Bannewitzer Spielern einem Sieg am nächsten, denn er hatte eingangs des Endspiels einen gesunden Mehrbauern. Dann übersah er einen Doppelangriff, der ihn eine Figur kostete, und die Stellung war nur noch remis. Dann übersah er einen Doppelangriff, der ihn eine Figur kostete, das war es dann.
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    Brett 8 (w): Philipp Hofmann (0)
    Das Mittelspiel war vorbei, ein totremises Leichtfigurenendspiel stand auf dem Brett. Philipp hatte zwar etwas mehr Raum, aber wegen fehlender schwarzer Schwächen und ohne Möglichkeit zum Durchbruch wäre Händeschütteln angesagt gewesen. Doch er überreizte sein Blatt, vielleicht sah er sich beim Zwischen stand von 2,5:3,5 zum Sieg verdammt. Er wickelte nach "Ackergaul gegen Prachtläufer" ab, es schien nicht sein Endspieltyp zu sein. Aber zu einer ordentlichen Saison gehört mindestens ein vergurktes Endspiel.

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     <para>    <emphasis  role="comment">Schwarzer Kardinal, 22.09.2014</emphasis>      </para>
  </sect2>




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