Piratenimkerei

Warum man einheimischen Honig essen sollte

Der Hauptgrund ist wohl: Honig kann man importieren, die Bestäubungsleistung der Bienen aber nicht.
Die Honigbiene ist durch ihre erbrachte Bestäubungsleistung das drittwichtigste volkswirtschaftliche Nutztier nach Rind und Schwein.
Zudem unterliegen die Behandlungsmethoden gegen Bienenkrankheiten in Deutschland bestimmten Richtlinien, die verhindern, dass sich gesundheitsschädliche Rückstände im Wachs und Honig anreichern. Dies muss in anderen Ländern nicht so sein. Schauen sie einmal im Supermarkt auf das Kleingedruckte der Honiggläser. Fast auf jedem Glas werden Sie einen Hinweis finden: „aus europäischen und nicht-europäischen Ländern“ D.h., der Honig kommt aus allen Herren Ländern...
Wenn Sie Honig von einem Imker vor Ort kaufen, leisten Sie einen Beitrag zur ökologischen Landwirtschaft. Denn im Vergleich zur großen industrialisierten Imkerei, bspw. in der USA, wo tausende Völker tausende Kilometer mit Trucks durch das Land gefahren werden, wird beim Imker mit wenigen Völkern jedes Bienenvolk noch als Individuum betrachtet. Übrigens: Der Film „More than honey“ liefert ein Bild vom unterschiedlichen Umgang mit der Imkerei weltweit.
Schließlich gibt es die Vermutung, dass Honig von außerhalb unseres europäischen Lebensraums durch den enthaltenen ungewohnten Pollen eher allergische Reaktionen hervorrufen kann als einheimischer Honig mit unserem Körper bekannten Pollenarten. Inwieweit das wissenschaftlich wirklich belegt ist, weiß ich nicht.